Prunksitzung 11.02.17

Party in der Festhalle

Was soll an einem 11., der närrischen Zahl überhaupt, schon schiefgehen

Mit weit mehr als 200 Aktiven zeigte der Karneval Club Nußloch am vergangenen Samstag eine grandiose Prunksitzung und riss die fantastisch mitfeiernden Zuschauer in der restlos ausverkauften Festhalle von den Sitzen. Nach der Begrüßung des Publikums, der Ehrensenatoren und -gäste durch Präsident Thomas Kretz und Sitzungspräsident Gerald Kraus zogen die jüngsten Aktiven des KCN die Zuschauer gleich zu Beginn in ihren Bann. Die Superminis mit ihren Trainerinnen Selina Brehm und Yvonne Hoffmann begeisterten mit „Pinocchio“, während die vom neuen Trainerteam Sarah Kraft und Nicole Bleiholder-Didebashvilli betreute Minigarde mit dem Thema „Monsters vs. Men in Black“ das Publikum das Fürchten lehrte. Kein Wunder, dass bereits zu Beginn einige Raketen durchs den Saal „rasten“.

Abgerundet wurde der „junge Part“ mit dem Tanzpaar Mia Vogt und Lukas Harms, trainiert von Kerstin Dobrzanski und Jacqueline Rückemann sowie den Tanzmariechen Leonie Biermann, Isabel Werner und Giuliana Spieler, bei deren Tänzen Giuliana auch für die Choreographie zuständig ist. Das war klassischer, karnevalistischer Tanzsport vom Feinsten.

Mit besonderer Spannung wurde natürlich auch wieder den beiden Marschtänzen entgegen gefiebert. Zwei sowohl optische als auch tänzerische Highlights. Die Juniorengarde mit ihrem neuen Trainerteam Christina Gerdt, Nina Leyk und Dana Müller und der stolzen Zahl von 14 Tänzerinnen sowie die von Kerstin Dobrzanski und Nina Leyk trainierte Präsidentengarde, mit sage und schreibe 19 jungen Damen, nutzten jeden Quadratzentimeter Bühne und wussten mit Tempo und Akrobatik das Publikum zu begeistern. Kein Wunder, dass hier die nächsten „Raketen“ fällig waren.

Aber auch musikalisch ist der KCN sehr gut aufgestellt. Konnte man doch wieder mit zwei eigenen Musikgruppen aufwarten. Die „Tonjäger“, unter der Leitung von Sandra Schührer und Christoph Hessenauer sowie der musikalischen Führung von Torsten Müller, begeisterten mit ihren Stimmungsmedleys. Musikalisch war das erste Sahne, allerdings wurde das „heiße“ Schneewittchenkostüm von Torsten aus dem Vorjahr schmerzlich vermisst.

Der Hauptverein Musikzug, unter der Leitung von Volker Kaltenmeier und dirigiert von Stephan Kirsch, erzeugte mit Ihren Hits das richtige Discofeeling der 70er und 80er Jahre. Kein Wunder, dass angesichts des fetzigen Vortrags der ganze Saal kräftig mittanzte.

Während Christian Barth als stellvertretender „Hallewart Horschd“ kein Blatt vor den Mund nahm, offenbarten Claudia Rensch und Sandra Siehl-Schmidt wieder einmal tiefe Einblicke in ihr Eheleben. Bei unseren jungen und frischen Mamas Nina Leyk und Jacqueline Rückemann geht es da doch etwas ruhiger zu. Ihren eigenen Aussagen zu Folge, haben sie derzeit eher etwas unter „Geburts-Nachwehen“ zu leiden als unter Ihren „Amigos“.

Unzählige „Uih uih uih uih uih uih uih´s“ musste die diesjährige Sitzungsband, der Musikverein Feuerwahrkapelle, auch bei unserem Urgestein Günther Gottschall in seiner Paraderolle als „Schorsch, de Mann vun de Kätche“ und bei Birgit und Steffen Gottschall als „Karl un Trudche“ anstimmen. Egal zu welcher Uhrzeit man diese drei „Bühnenprofis“ auftreten lässt, sie haben das Publikum sofort auf ihrer Seite.

Die „Durstigen Amigos“ Olaf Alder (nicht Adler), Jörg Bethke, Michael Hiltawsky, Matthias Leyk, Jörg Rückemann und Christian Schweickert machten, nachdem sie Barack Obama grandios beim Umzug geholfen haben, noch einen kurzen Abstecher zu einem G7-Gipfel in unserer Mondspritzergemende, um Bürgermeister Karl Rühl etwas Nachhilfe bezüglich des richtigen Baumes für Nußloch zu geben.

Auch der nächste Auftritt hatte was mit Botanik zu tun. „Ich und mein Holz, ich und mein Holz, holzi holzi holz“, was für eine passende Textzeile für unsere „Gajemänndl“. Die Symbolfigur der Nußlocher Fasenacht rockte auch dieses Jahr wieder, in ihrem von Maria Kraus und Monika Schweickert einstudierten, fantastischen Tanz, so richtig die Bühne.

Von schwerer Arbeit gestählte, durchtrainierte Körper in knappen Kostümen und Rüschenrock,. so wünscht man sich ein Männerballett. Und genauso präsentierten sich die Jungs in dem von Alexandra Gottfried und Angela Vogt einstudierten Tanz auch. Da „rappelte es mächtig im Karton“.

Die „Rocking Mamas“ entführten das Publikum in den Wilden Westen. Fliegende Beine und Röcke begeisterten das Publikum restlos. Geschickt integrierten die Trainerinnen Tamara Boge und Yvonne Hoffmann auch drei offensichtlich sexuell desorientierte rosa Cowboys in den Tanz.

Einen grandiosen „TV-Abend“ durften wir dank der von Selina Brehm und Maria Kraus trainierten Juniorenschautanztruppe erleben. Permanente Rhythmus- und Kostümwechsel faszinierten das närrische Haus von Anfang bis Ende. Der Sitzungspräsident war so begeistert, dass er kaum Worte fand und vergaß, die Namen der Tänzer vorzulesen. Aber handeln wir doch, wie ein großer Nußlocher Philosoph unserer Zeit sagt:

„Das gesprochene Wort vergeht, das geschriebene bleibt“  (Gerald Kraus)

Getanzt haben:

Amira Abd-el Hafez, Aliah Abd-el Hafez, Leonie Bender, Leonie Biermann, Selina Didebashvilli, Marla Greiner, Lukas Harms, Eileen Kalbrunner, Anika Kretz, Luna Maisch, Leonie Maier, Sarah Pittoti, Marlene Reidel, Chiara Schollmeyer, Hannah Stumpf, Ann-Kathrin Suck, Kimi Zimmermann, Laura Zwadlo

Das von Evi, Heinz und Manuel Kretz grandios gestaltete Bühnenbild „Hollywood“ orientierte sich an unserem letzten Programmpunkt.

Als krönender Abschluss eines rundum gelungenen Abends begeisterte unsere Schautanztruppe, unter der Leitung von Jacqueline Rückemann und Sina Schneider mit dem Thema „Tanzfilme“. Und trotz des inzwischen leicht überzogenen Zeitplans gaben die Aktiven nochmal alles und boten mit Tanz, Akrobatik und Hebefiguren eine Show der absoluten Spitzenklasse.